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17.05.2019


Berühmter Frauenarzt mit Oschatzer Wurzeln
Dr. Manfred Schollmeyer stellt sein neues Heft über den sächsischen Pionier der Familienplanung Dr. Rudolf Vollmann vor

Von Frank Hörügel


Die Nachfahren des Oschatzer Frauenarztes Dr. Rudolf Vollmann bei der Vorstellung der Broschüre von Dr. Manfred Schollmeyer (Bildmitte). Von links: Schwiegersohn Dr. Roland Erlbacher, Großnichte Carolin Fricke, Enkelin Anna Schuler-Erlbacher und Neffe Ulf Fricke. Ulf Fricke hält ein Familienfoto mit Rudolf Vollmann (Mitte) in der Hand.

OSCHATZ. Von Oschatz in die weite Welt: So könnte man den Lebensweg von Dr. Rudolf Vollmann beschreiben, der am 17. März 1912 in der Oschatzer Lazerstraße 3 geboren wurde – und im Laufe seines Lebens (gestorben 1985 in der Schweiz) eine beachtenswerte medizinische Karriere hinlegte.
Als Mitglied des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins hat Dr. Manfred Schollmeyer die Lebensgeschichte des Frauenarztes akribisch recherchiert und mit Unterstützung der Collm-Klinik publiziert. Das Heft über den sächsischen Pionier der natürlichen Familienplanung und Schwangerschaftsverhütung ist in der Reihe „Auf den Spuren berühmter Oschatzer Persönlichkeiten“ erschienen und wurde vom Autor am Mittwochabend vorgestellt. Unter den etwa 30 Gästen der Veranstaltung waren auch vier Nachfahren von Rudolf Vollmann (siehe Foto). Vollmanns Verdienst, der nach Schulzeit und Abitur in Oschatz an der Universität in Freiburg (Breisgau) und später in Zürich (Schweiz) studierte, sind umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen zur Fruchtbarkeit und Temperaturkurve der Frau. Der Mediziner wertete die Daten von 512 Frauen aus, die jeden Morgen ihre Temperatur maßen. So kamen 190 000 Einzelmessungen zusammen. Aus den Daten ließ sich die Zeit des Eisprungs und damit eine individuelle Familienplanung ableiten. Vollmann wanderte 1952 in die USA aus und arbeitete hier bis 1972 am Nationalen Gesundheitsinstitut in Bethesda (Maryland). Im Alter kehrte er nach Zürich zurück.
Der Leipziger Reproduktionsmediziner Professor Henry Alexander hat Mithilfe des OvulaRings eine Methode entwickelt, mit der die Zeitspanne der erhöhten Fruchtbarkeit bei Frauen präzise berechnet werden kann. Diese Methode stellte er zur Buchpräsentation vor. Alexander hob hervor, dass er sich bei seinen Forschungen auch auf die Erkenntnisse von Rudolf Vollmann gestützt, dessen Methode aber verbessert habe. „So können wir den Frauen bei ihrem Kinderwunsch oder bei der Verhütung helfen“, so Alexander.
Das Heft über Rudolf Vollmann kann in der Buchhandlung Roscher und der Oschatz-Info gekauft werden (10 Euro).

 


14.05.2019


Neues Buch über verdienstvollen Frauenarzt

Oschatz. Zum „Internationalen Tag der Familie“ stellt der Oschatzer Autor Manfred Schollmeyer am morgigen Mittwoch seine neue Broschüre über den gebürtigen Oschatzer Dr. Rudolf Vollmann vor. Der Sachse Vollmann gilt als Pionier der natürlichen Familienplanung und Schwangerschaftsverhütung. Der öffentliche Vortrag beginnt um 18.30 Uhr im Schulungsraum der Collm-Klinik.

 


06.05.2019


Vortrag über gebürtigen Oschatzer

Dr. Rudolf Vollmann – Pionier natürlicher Familienplanung

Oschatz. Zum „Internationalen Tag der Familie“ am 15. Mai stellt der Oschatzer Autor Manfred Schollmeyer seine druckfrische, neue Broschüre über den gebürtigen Oschatzer Dr. Rudolf Vollmann vor. Darüber informiert der Oschatzer Geschichts- und Heimatverein. Der Sachse gilt als Pionier der natürlichen Familienplanung und Schwangerschaftsverhütung. In seinem öffentlichen Vortrag, der am 15. Mai um 18.30 Uhr im Schulungsraum der Collm-Klinik stattfindet, wird Schollmeyer das Leben Vollmanns und seine Temperaturmethode für eine natürliche Familienplanung und Schwangerschaftsverhütung beschreiben. Dem Autoren ist es zudem gelungen, den Leipziger Frauenarzt und Reproduktionsmediziner Professor Dr. Henry Alexander als weiteren Referenten für diese Veranstaltung zu gewinnen.
Alexander wird seine aktuellen Forschungsergebnisse zur natürlichen Familienplanung und Schwangerschaftsverhütung präsentieren und den von ihm entwickelten „Ovula-Ring“erläutern. Mit diesem Ring können Frauen auf den Tag genau ihre Körpertemperatur registrieren und damit einen stattgefundenen Eisprung erfassen.
„Wir wollen so einen ,sächsischen Bogen‘ von Dr. Vollmanns historischen Temperaturmessungen mit dem Thermometer zu den aktuellen Temperaturmessungen mit dem ,Ovula-Ring‘ von Professor Dr. Alexander schlagen“, erläutert Manfred Schollmeyer.

Zu der Vortragsveranstaltung laden der Oschatzer Geschichts- und Heimatverein und der Förderverein Collm Klinik Oschatz gemeinsam alle geschichtlich und medizinisch Interessierten ein.
Im Anschluss kann die vom Geschichts- und Heimatverein und dem Förderverein Collm Klinik Oschatz herausgegebene Broschüre „Oschatzer Geschichte(n): Auf den Spuren berühmter Oschatzer Persönlichkeiten – Dr. med. Rudolf Vollmann – Pionier der Natürlichen Familienplanung und Schwangerschaftsverhütung“ gekauft werden (Preis: zehn Euro). Die Broschüre kann außerdem ab 16. Mai in der Buchhandlung Roscher, in der Oschatz-Information und im Stadt- und Waagenmuseum erworben werden.

 


25.04.2019


Heimatverein feiert Tag des Buches

Mitglieder haben bereits 25 Schriften veröffentlicht

Von Pia Siemer

Oschatz. Eigentlich wollte Wolfgang Michael nach seinem Abitur in den 1950er Jahren gerne Geschichte studieren. Doch ein Lehrer riet ihm damals dazu, mit Mathematik und Physik lieber zwei „handfeste“ Fächer aufzunehmen. Das tat Michael dann auch und wurde Lehrer für diese Unterrichtsfächer. Dennoch ließen ihn die Geschichten der Vergangenheit nie ganz los. Als er den aktiven Schuldienst verließ, erfüllte sich der heute 81-Jährige dann doch noch seinen späten Wunsch, trat in den Oschatzer Heimatverein ein und studierte die Geschichte der Stadt einfach für sich selbst. Insgesamt drei Bücher entstanden durch seine Recherchen in über zehn Jahren und beleuchten den Aufstieg des Nationalsozialismus in Oschatz zwischen 1933 und 1945. Vor allem der Band, der die Jahre des Zweiten Weltkrieges beschreibt, sei sehr gefragt.Von den insgesamt 25 Publikationen, die seit der Gründung des Heimatvereins entstanden seien, sind manche schon längst vergriffen, berichtet die Vorsitzende Dana Bach. Um die Leistung der Vereinsmitglieder zu feiern, präsentierte sich der Heimatverein am Dienstag, dem Welttag des Buches, in der Stadtbibliothek und verkaufte die Werke zu Sonderpreisen. Ganz verschiedene Themen und Epochen werden in den Schriften beleuchtet. Beispielsweise geht es um Oschatz als Garnisonsstadt, um die ehemalige Zuckerfabrik oder die Zeit der Reformation. Das jüngste Werk dreht sich um den Oschatzer Maler Artur Moritz. Neben biografischen Daten werden ausgewählte Werke des Künstlers in dem Buch präsentiert. 

 


17.04.2019


Pesterwitzer auf den Spuren des Malers Moritz

Senioren besuchen Ausstellung in Oschatz

Oschatz. Mitglieder der Interessengemeinschaft Geschichte des Pesterwitzer Seniorenclubs waren kürzlich in der Artur-Moritz-Ausstellung im Thomas-Münzer-Haus zu Gast. Die Gäste aus dem Ortsteil von Freital haben eine besondere Beziehung zu dem Maler Artur Moritz. Denn der lebte nach seiner Zeit in Oschatz von 1946 bis zu seinem Tod 1959 in Pesterwitz. Die geschichtsinteressierten Pesterwitzer waren erstmalig in Oschatz – der Geburtsstadt des sächsischen Heimatmalers Artur Moritz – zu Gast.


Die Gäste des Seniorenclubs Pesterwitz in der Oschatzer Artur-Moritz-Ausstellung mit Dana Bach (r.) Vorsitzende des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins. Foto: Manfred Schollmeyer

Dana Bach, Vorsitzende des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins und Vorstandsmitglied Dr. Manfred Schollmeyer schilderten insbesondere den Oschatzer Lebensabschnitt des Malers und erläuterten den Gästen seine hier ausgestellten 40 Werke, die noch bis zum 1. Juli zu sehen sind. Beide haben sich intensiv mit dem Maler befasst und sind die Autoren einer Broschüre über sein Leben und sein Werk. Die Bilder stammen aus dem Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum oder aus dem Nachlass des Künstlers, den sein Neffe und dessen Ehefrau in Pesterwitz verwalten. Rund 150 Gemälde, Zeichnungen und Skizzen aus Moritz’ Hand, einige davon im Rathaus, befinden sich in Oschatz. 143 davon schenkte Ehefrau Elisabeth Moritz 1988 der Stadt Oschatz, sieben weitere kamen 2018 hinzu, gestiftet von Margaritta Bauer, einer Nichte der Familie Moritz.

Die Mitglieder des Pesterwitzer Seniorenclubs waren von der Geburtsstadt des Malers und von seinem Oschatzer Werk angetan.
 


15.04.2019


Oschatzer Geschichte zwischen 25 Buchdeckeln
Zum Welttag des Buches am 23. April stellt Geschichts- und Heimatverein seine Publikationen vor

Oschatz. Seit 1992 hat der Oschatzer Geschichts- und Heimatverein 25 Bücher und Hefte herausgegeben – im Durchschnitt fast eine Publikation pro Jahr. Zum Welttag des Buches am 23. April will der Verein diesen heimatgeschichtlichen Schatz der Öffentlichkeit präsentieren. Von 15 bis 18 Uhr werden an diesem Tag die Autoren Dana Bach, Wolfgang Michael, Gabriele Teumer und Manfred Schollmeyer ihre Werke in der Stadtbibliothek vorstellen und – wenn gewünscht – auch signieren.

Die Bücher und Hefte können zum Welttag des Buches mit einem Rabatt von zehn Prozent erworben werden. Die Einnahmen kommen dem Verein – und damit neuen Buchprojekten zugute, kündigt der Verein an.
Im Gepäck haben die Vereinsmitglieder am 23. April aus der Reihe „Oschatzer Geschichte(n)“ Heft 1 zu Bürgermeister Robert Härtwig 1906, Heft 5 „Oschatz unterm Hakenkreuz – eine Chronik 1933-39“, Heft 6 „Die Zuckerfabrik Oschatz“, Heft 10 „Wie Oschatz evangelsich wurde und die Reformation feierte“ und Heft 11 zum sächsischen Heimatmaler Artur Moritz.
Angeboten werden auch die Mogk-Chronik 1814-1853 und aus der Reihe „Oschatzer Ansichten“ die „Erinnerungen an das 1. Königlich Sächsische Ulanen-Regiment Nr. 17“, „Friedrich August Knape – Chronik der Stadt Oschatz von 1860 bis 1901“ und „Zeugen der Stadtgeschichte. Steinmetzzeichen, Schlusssteine, Hauszeichen und Hausinschriften“. Des Weiteren werden „Oschatz. Aus der Geschichte der Stadt und des Berggutes Rosenthal“, zwei Broschüren und eine Ansichtskarte zum Wüsten Schloss sowie ein Postkarten-Set mit Köpfen berühmter Oschatzer angeboten.
Die Reihe der Veröffentlichungen des Vereins wird in diesem Jahr noch um zwei weitere Werke wachsen. Am 15. Mai stellt der Autor Dr. Manfred Schollmeyer – passend zum Internationalen Tag der Familie – seine neue Broschüre „Oschatzer Geschichte(n): Auf den Spuren berühmter Oschatzer Persönlichkeiten – Dr. med. Rudolf Vollmann – Pionier der Natürlichen Familienplanung und Schwangerschaftsverhütung“ vor (15. Mai, 18.30 Uhr, Schulungsraum der Collm-Klinik).
Und am 25. Oktober steht zum Treffen der Waagenbauer im Thomas-Müntzer-Haus am Altmarkt die Vorstellung einer neuen Broschüre in der Reihe „Oschatzer Geschichte(n)“ über den Waagenbauer Pfitzer auf dem Programm (Beginn: 18 Uhr)

Weitere Bücher
Folgende Bücher des Geschichts- und Heimatvereins Oschatz sind ausverkauft, aber für Interessenten eventuell noch über Online-Buchhändler zu haben:
Reihe Oschatzer Geschichte(n) – Heft 2: „Oschatz – Kriegsende 1945...“, Heft 4: „Der Oschatzer Vogtshof...“, Heft 7: „Das Schicksal des Oschatzer Bäckermeisters Kurt Preiß“ und Heft 9: „Oschatz im Krieg 1939-1945“.
Reihe Oschatzer Ansichten: „Ansichten aus dem 16.-19. Jahrhundert“, „Cafés, Hotels, Gastwirtschaften, Kneipen...“ und „Die Anatomie des Holunders...“

 


30.03.2019


übrigens ...

... bringt der Frühling nicht nur mehr Farbe in die Natur, sondern seit gestern auch auf die Homepage des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins: www.oschatzer-heimatverein.de.



27.03.2019


Hommage an den Oschatzer Maler

Geschichts- und Heimatverein setzt Artur Moritz ein Denkmal

In der Oschatzer Rundschau erschien am 27.03.2019 ein Artikel mit einer anderen Überschrift aber mit dem selben Text wie im SonntagsWochenBlatt vom 17.03.2019.



17.03.2019


Heimatverein setzt ein Denkmal

Maler Artur Moritz wird mit „Gelbem Heft“ geehrt

Oschatz. Die markanten Türme der St. Aegidienkirche, das Rathaus, der Marktbrunnen: In vielen verschiedenen Varianten – als Aquarell, Radierung oder Bleistiftzeichnung: Artur Moritz hat diese Motive oft als Vorlage verwendet. In der Reihe „Oschatzer Geschichte(n) – Auf den Spuren Oschatzer Persönlichkeiten“ des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins setzen die Autoren Dana Bach und Dr. Manfred Schollmeyer dem sächsischen Heimatmaler mit Oschatzer Wurzeln ein Denkmal.
Die nunmehr elfte Ausgabe der „gelben Hefte“ – so werden die „Oschatzer Geschichte(n)“ wegen des gelben Einbandes genannt – stellt das Leben und die Werke des im Jahr 1893 geborenen Artur Moritz auf 50 Seiten vor. Der erste Teil des Heftes widmet sich mit vielen sehenswerten Fotos und Zeitdokumenten dem Leben des Malers, der im Jahr 1959 gestorben ist. In der zweiten Hälfte werden seine Werke, die oft einen Bezug zur Stadt Oschatz und der Collm-Region haben, vorgestellt. Da gibt es quirlige Szenen auf dem Oschatzer Neumarkt, Tiermalerei vom Löwen, dem Oschatzer Wappentier, Stillleben von farbenfrohen Blumen und außerordentliche Zirkusimpressionen als Aquarelle zu sehen. Das Heft über Artur Moritz ist für Interessenten an Kunst- und Heimatgeschichte zu empfehlen und kann in der Oschatz-Information, im Stadt- und Waagenmuseum und in der Oschatzer Buchhandlung Roscher erworben werden.
Gleichzeitig zeigt das Stadt- und Waagenmuseum Oschatz in der Stadthalle Thomas-Müntzer-Haus noch bis zum 1.7.2019 die Ausstellung „Artur Moritz – ein sächsischer Heimatmaler aus Oschatz“. Aus dem Museumsfundus ist eine Auswahl seines künstlerischen Schaffens zu Sehen. Dazu zählen zahlreiche Ansichten von Oschatz, Landschaftsbilder, Porträts, Stillleben, Tierzeichnungen und Zirkusimpressionen.
Zu besichtigen ist die Ausstellung nach vorheriger Terminabsprache unter Tel. 03435 986144.

SWB



15.03.2019


Heimatverein stellt zwei neue Bücher vor

Vielfältiges Programm im laufenden Jahr

Oschatz. Neuer Vorstand, neuer Schwung: Der Geschichts- und Heimatverein Oschatz bietet seinen Mitgliedern in diesem Jahr interessante Veranstaltungen an, die zum Teil auch öffentlich sind.
• Los geht es am 23. April. Zum Welttag des Buches wird der Verein zwischen 15 und 18 Uhr in der Stadtbibliothek seine Publikationen vorstellen, die zum Sonderpreis gekauft werden können. Die Besucher können an diesem Nachmittag mit den Autoren Dr. Manfred Schollmeyer, Gabriele Teumer, Wolfgang Michael und Dana Bach ins Gespräch kommen.
• Die neueste Publikation des Vereins stellt Dr. Manfred Schollmeyer am 15. Mai zum Tag der Familie ab 18.30 Uhr im Schulungsraum der Collm-Klinik öffentlich vor: „Oschatzer Geschichte(n): Auf den Spuren berühmter Oschatzer Persönlichkeiten – Dr. med. Rudolf Vollmann – Pionier der natürlichen Familienplanung und Schwangerschaftsverhütung“. Voranmeldung bis 5. Mai unter 03435/920285
• Zum Stadtfest am 29. Mai wird sich der Heimatverein in der Altoschatzer Straße mit einem Informationsstand und einem Buchverkauf präsentieren (14 bis 19 Uhr).
• Zum Tag des offenen Denkmals am 8. September bietet der Heimatverein ganztägig Führungen durch das Wüste Schloss an. Der Oschatzer Lehrerchor lädt am Nachmittag zum Konzert ein.
• Eine Führung durch die Sonderausstellung „Friedrich August und Maria Josepha – Das verlorene Rokoko“ im Schloss Hubertusburg Wermsdorf organisiert der Verein am 25. September (Beginn: 17 Uhr). Wer nicht Mitglied im Verein ist, zahlt einen Unkostenbeitrag von neun Euro. Voranmeldung bis 8. September unter 03435/920285.
• Eine weitere Buchvorstellung steht am 25. Oktober ab 18 Uhr auf dem Programm. Im Thomas-Müntzer-Haus stellen die Autoren Dr. Manfred Schollmeyer und Dana Bach anlässlich des Treffens der ehemaligen Mitarbeiter der Oschatzer Waagenfabrik die neueste Vereins-Publikation „Oschatzer Geschichte(n): Auf den Spuren berühmter Oschatzer Persönlichkeiten – Ernst Friedrich Pfitzer – Mitbegründer des industriellen Waagenbaus in Deutschland“ vor. Wer nicht Mitglied im Verein ist, zahlt einen Unkostenbeitrag von vier Euro, Voranmeldung bis zum 13. September unter 03435/920285.

 


11.02.2019


Heimatverein Oschatz steckt Jahresprogramm ab

Oschatz. Übergabe und Übernahme: Der neue Vorstand des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins (wir berichteten) hat bei seiner ersten Zusammenkunft nach der Wahl am 29. Januar am vergangenen Donnerstagabend die Vereins-Unterlagen und das Archiv vom bisherigen Vereinsvize Marcus Büttler übernommen. Anschließend steckte der fünfköpfige Vorstand die Eckpunkte für das Vereinsprogramm 2019 ab. Auftakt soll eine Präsentation der bisherigen Vereinspublikationen zum Tag des Buches am 23. April sein.
Nächster Termin ist dann das Oschatzer Stadt- und Vereinsfest am 29. Juni, bei dem die Heimatfreunde ihren Verein an einem eigenen Stand präsentieren wollen.
Wahrscheinlich im September ist ein gemeinsamer Besuch der Sonderschau „Hochzeit des Jahrhunderts“ im Wermsdorfer Schloss Hubertusburg geplant.
Und zum Treffen der ehemaligen Waagenbauer am 25. Oktober will der Heimatverein eine neue Publikation zum 200. Geburtstag von Ernst Friedrich Pfitzer in der Reihe „Berühmten Oschatzern auf der Spur“ herausbringen. Pfitzer war einer der Gründer der „Waagenfabrik Gebrüder Pfitzer“, die 1845 in Oschatz ihre Produktion aufnahm.

 


31.01.2019


Heimatverein: Dana Bach übernimmt das Ruder

Führungskrise überwunden / Fünfköpfiger Vorstand gewählt

Der neue Vorstand (v.l.) Dr. Manfred Schollmeyer, Romy Mammitzsch, Dana Bach, Gerald Polster mit Wahlleiter Andreas Kretschmar.

Oschatz. Die Zukunft des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins mit seinen 36 Mitgliedern steht seit einiger Zeit auf Messers Schneide. Grund: Die Führungsspitze bröckelt. Der bisherige Vorsitzende Herbert Berndt kann dieses Amt gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben und sein Stellvertreter Marcus Büttler hielt sich mit klaren Aussagen zu seinem weiteren Engagement im Verein zurück. Mit der Wahl eines neuen Vorstandes am Dienstagabend ist die Zukunft des Vereins nun wieder gesichert. Als Vereinsmitglied hatte sich der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar als Wahlleiter zur Verfügung gestellt. „Es ist wichtig, dass wir weiterhin die Zeitgeschichte dokumentieren“, begründete er sein Engagement. Als neue Vorsitzende wurde von den 22 anwesenden, stimmberechtigten Mitgliedern Dana Bach (47) gewählt, ihr Stellvertreter ist Gerald Polster (60). Im Vorstand arbeiten außerdem Romy Mammitzsch (44, Finanzen), Manfred Schollmeyer (79, Schriftführer) und Frank Hörügel (54, Öffentlichkeitsarbeit) mit. Nach ihrer Wahl dankte Dana Bach für das Vertrauen der Wahlberechtigten. Sie erinnerte daran, dass es nicht einfach gewesen sei, einen neuen und engagierten Vorstand zu finden. „Wir wollen, dass unser Verein weiterhin in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird“, sagte die neue Vereinschefin.

Unter den Vereinsmitgliedern war die Erleichterung groß, dass die Führungskrise überwunden ist. „Bloß gut. Denn wir haben hier schon zwei Mal gesessen, als es richtig kritisch war“, sagte Wolfgang Michael.

 


25.01.2019


„1918/19 war ein Revolutiönchen“

Oschatzer Geschichte(n) zeigt die Stadt vor hundert Jahren als wenig revolutionär

Von Manuel Niemann


Die Referenten: Wolfgang Michael (links) und Dietmar Wendler.

Oschatz.
Der Geschichts- und Heimatverein, die Rosa- Luxemburg-Stiftung und die Stadtratsfraktion der Partei Die Linke machen in Oschatz 100 Jahre wett: Denn in den Vorträgen unter der Überschrift „Revolution 1918 in Oschatz – Rätemacht, Soziale Volksrepublik, Freistaat?“ ent- führten sie gemeinsam in eine politisch bewegte Zeit. Die Vergangenheit wurde lebendig, dafür sorgten am Donnerstagabend im Thomas- Müntzer-Haus Dietmar Wendler, Gesellschaftswissen- schaftler aus Chemnitz, und der Oschatzer Autor Wolfgang Michael. Während es Wendler oblag, das Ende des Ersten Weltkriegs aus Sicht des damit endenden Kaiserreichs und des Königreichs Sachsens zu schildern, blickte Michael auf Oschatz.
Nach Soldatenaufständen, Abdankung des Kaisers und dem Entstehen der Weimarer Republik – deren Scheitern er vorweg nahm – endete Wendler mit einer Karte früher und wilder KZs: „Am Ende ging es darum, Jagd auf die ‚Novemberverbrecher’ zu machen.“

Michael musste seinen Bogen nicht so weit spannen: „Vorausgeschickt sei, dass in Oschatz keine Revolution, sondern höchstens ein Revolutiönchen stattfand“, begann er, um dann doch Charakteristisches für die Stadt herauszuarbeiten. Er hatte Zeitungen als Quellen gesichtet und konnte damit das wenig revolutionäre Geschehen in Oschatz nachzeichnen. Dabei stützte er sich auf das Oschatzer Tageblatt und den Oschatzer Gemeinnützigen, zwei „ausgesprochen bürgerliche“ Blätter, eines bürgerlich-liberal, das andere deutsch-national. Dass es in Oschatz nicht zu einer mächtigeren Umwälzung kam, rechne er zwei Gründen zu: Die Stadtverwaltung hatte es geschafft, dass die Bevölkerung versorgt war. „Also wenigstens mit den wichtigsten Lebensmitteln.“ Hungeraufstände, wie in den Großstädten, blieben aus.

Den zweiten Grund sah er in der Gesellschaft der Stadt: „Oschatz war eine Stadt, die tiefbürgerlich und national gesinnt war. Es gab zwar eine starke SPD-Gruppe, sie trat aber wenig gesellschaftlich wirksam auf.“ Zwar kam es auch in Oschatz zu Arbeiter-und-Soldaten-Räten und Wahlurnen wurden verbrannt. Aber nach den Wahlen zur Nationalversammlung, der sächsischen Regierung und des Stadtrats ist dieser tief bürgerlich dominiert. Die Unkosten der Revolution werden per Beschluss der Stadtverordnung am 15. Januar 1919 dann auf 800 Mark festgesetzt und großzügig für die Stadt übernommen. „Das steht wirklich so im Protokoll!“, staunte Michael selbst, der auch eine Zahl zur Einordnung hatte: Die Kriegsausgaben für die Stadt seien auf 2,8 Millionen Mark beziffert worden.

 


12.01.2019


Artur ohne h – Oschatzer Moritz-Schau

würdigt Maler und räumt mit Fehler auf
Zum 60. Todestag: Werkausstellung und Publikation widmen sich dem Lehrer, Musiker und Heimatmaler

Von Christian Kunze

Ein Blick auf die St. Aegidienkirche und den Wachturm an der Amtsfronfeste, festgehalten im Jahr 1918 von Artur Moritz.

Oschatz. Artur Moritz oder Arthur Moritz? Diese Frage beantwortet die neue Publikation des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins indirekt. Zwar ist der Vorname des in Oschatz geborenen Malers auf der nach ihm benannten Straße zwischen der Bundesstraße 6 und der Oststraße in Oschatz mit „h“ vermerkt, richtig ist jedoch die Schreibweise ohne „h“. Erstmals falsch notiert – also mit „h“ – hat es bereits die Hebamme. Die Geburtsurkunde beinhaltet das „h“, spätere Publikationen allesamt nicht mehr.

Abgedruckt ist die Urkunde im Buch „Auf den Spuren berühmter Oschatzer Persönlichkeiten – Artur Moritz – Sächsischer Heimatmaler.“ Die elfte Folge der Schriftenreihe „Oschatzer Geschichte(n)“ begibt sich auf die Spuren des Lehrers, der leidenschaftlich gern malte, zeichnete und musizierte. Dana Bach, Leiterin des Stadt- und Waagenmuseums Oschatz und Dr. Manfred Schollmeyer vom Geschichts- und Heimatverein, zeichnen seinen Lebensweg nach und würdigen vor allem sein Werk. 38 Gemälde, Skizzen und Zeichnungen sind Bestandteil des 50 Seiten umfassenden Werkes, welches am Donnerstagabend in der Stadthalle Thomas-Müntzer-Haus am Altmarkt vorgestellt wurde. Zu sehen sind dort seit dieser Woche 44 Werke des Oschatzers, der vor 126 Jahren geboren wurde und vor 60 Jahren, am 4. Januar 1959, starb. Beide „Jubiläen“ veranlassten die Initiatoren zur Recherche und Publikation des Buches sowie zur Ausstellung, die noch bis 1. Juli zu sehen sein wird.

Zu den Gästen der Ausstellungseröffnung gehörten nicht nur rund 60 Oschatzerinnen und Oschatzer, sondern auch Nachfahren und Verwandte des Künstlers. Elisabeth Schmieder, die Ehefrau des Neffen von Artur Moritz sowie ihr Sohn samt Schwiegertochter waren gekommen. In deren Besitz befinden sich rund 50 weitere Moritz-Werke sowie zahlreiche Briefe, die Moritz seiner Geliebten und späteren Ehefrau Elisabeth Winkler im Jahr 1927 geschrieben hat. Die Tatsache, dass Elisabeth Schmieder zur Ausstellungseröffnung aus diesen Briefen vorlas, sorgte für eine ganz persönliche Note. Sprach doch zu diesem Anlass der Künstler indirekt selbst zu den Anwesenden. Näher kann man einem Verstorbenen wohl kaum kommen.

Für die Heimatstadt des Malers ist es bereits die vierte Ausstellung zu dessen Werk. Seit 1993, dem Jahr seines 100. Geburtstages, gibt es den „Arthur-Moritz-Weg“, Werksschauen gab es bereits 1988 anlässlich der 750-Jahr-Feier von Oschatz im Museum sowie in den Jahren 1989 und 1991 in der Galerie an der Promenade, in dem Gebäude was umgangssprachlich „Banane“ genannt wurde und heute nicht mehr existiert. Nun also, 60 Jahre nach seinem Tod, die vierte Schau und das Buch zum zu Unrecht vergessenen Maler, der weit mehr war als der „Rehmaler“, zu dem ihn manche Kritiker degradierten.

Tiere gehörten ebenso zu seinem bevorzugten Motiven wie Porträts, Landschaften, Stadtansichten, Stillleben und Skizzen. Oschatz bildete er ebenso ab wie seine späteren Wohn- und Wirkungsorte Pesterwitz und Oberbaundorf. In Oschatz jedoch keimte sein künstlerisches Schaffen und hier sind im Magazin des Museums inzwischen 150 seiner Werke zu finden.


Museumsleiterin Dana Bach (l.) erläutert Moritz-Bilder; Elisabeth Schmieder, Ehefrau des Neffen von Artur Moritz, liest Briefe des Malers zur Vernissage.

Folge 11 der „Oschatzer Geschichte(n)“ widmet sich dem sächsischen Heimatmaler Artur Moritz aus Oschatz. Das Buch kostet zehn Euro und ist erhältlich in der Buchhandlung Roscher (Lutherstraße 4 bis 6), der Oschatz-Information (Neumarkt 2) und dem Stadt- und Waagenmuseum (Frongasse 1)

Kommentar
Großes Interesse an Artur Moritz

Von Christian Kunze

Es kommt nicht alle Tage vor, dass zu einer Ausstellungseröffnung nicht nur Bilder gezeigt werden, sondern auch gesungen und sogar aus Briefen zitiert wird. Beides erlebten die Besucher der Vernissage zum Werk des Oschatzer Malers Artur Moritz im Thomas-Müntzer-Haus. Die Lieder, vorgetragen von Johanna Marie Lösche und die geschriebenen Worte, gelesen von Elisabeth Schmieder, einer Verwandten des Malers, Lehrers und Musikers, gaben dem Abend eines besondere, einmalige Note. Hinzu kam die Vorstellung des neuen Büchleins über Artur Moritz. Die Veröffentlichung des Geschichts- und Heimatvereins hat, neben den Oschatzer Motiven in der Schau, viele Neugierige angelockt. Dass über 50 Menschen in Oschatz eine Vernissage besuchen, ist eine absolute Ausnahme. Dieses große Interesse zeigt: Die Würdigung des manchmal als „Rehmaler“ verspotteten Artur Moritz im Jahr seines 60. Todestages ist gerechtfertigt. Die Stadt sollte das Andenken an ihn weiter hochhalten – und bei Gelegenheit den Schreibfehler im Straßennamen ausbessern. Denn selbst auf dem Grabstein des Künstlers steht korrekt „Artur“ statt „Arthur“

 


10.01.2019

Heute Vernissage zur Arthur Moritz-Schau im Müntzerhaus

Oschatz. Die Stadt hat einige bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht. Dazu gehört der Maler Arthur Moritz (1893 – 1959). Moritz war sein Leben lang mit seiner Geburtsstadt verbunden, im Stadt- und Waagenmuseum befinden sich einige Werke von ihm. Zum 60. Todestag widmet das Museum Arthur Moritz eine Ausstellung im Thomas-Müntzer-Haus am Altmarkt. Heute gibt es 18.30 Uhr eine Vernissage, bei der man den sächsischen Heimatmaler und sein Werk näher kennen lernen kann. Der Eintritt ist frei. Ferner stellen Museumsleiterin Dana Bach und Heimatautor Dr. Manfred Schollmeyer ihr gemeinsames Buch „Auf den Spuren berühmter Oschatzer Persönlichkeiten - Arthur Moritz - Sächsischer Heimatmaler“ vor. Es zeichnet den Lebensweg des Künstlers nach und würdigt sein Werk.

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