Oschatz. Das waren noch
Preise! Als Vorspeise ein feines
Ragout im Näpfchen für 80
Pfennige und als Hauptgericht
ein Wiener Schnitzel für 1,50
Mark. So steht es in der Speisekarte
des Hotels und Restaurants
„Zum Schwan“ aus den
1920er-Jahren, als noch in
Reichsmark bezahlt wurde. Solche
Details, hunderte Fotos und
viele amüsante Anekdoten vereinigte
Autor Dr. Manfred
Schollmeyer in seinem Buch
„Cafés, Hotels, Gastwirtschaften,
Kneipen und Spelunken“,
das im Jahr 2013 herausgegeben
wurde und sich aus dem
Stand zum Bestseller unter den
Publikationen des Oschatzer Geschichts-
und Heimatvereins
entwickelte.
Auf 564 Seiten dokumentiert
der Autor die geschichtliche Entwicklung
der Oschatzer Gastronomie,
um schon fast Vergessenes
zu bewahren. Dabei steht
die Zeit zwischen dem Stadtbrand
1842 und dem Jahr 1945
im Mittelpunkt. Aber auch die
Zeit danach bis heute wird beleuchtet.
Die Geschichte aller
damaligen gastronomischen
Einrichtungen der Stadt und
ihrer Ortsteile wird – egal ob kleine
Kneipe oder großer Ballsaal –
ausführlich beschrieben und anschaulich
bebildert.
Der Erfolg des Kneipenbuches
in der Reihe „Oschatzer Ansichten“
hatte jedoch auch eine
Kehrseite: Das Buch war wenige
Wochen nach seinem Erscheinen
vergriffen und ist längst
nicht mehr im Buchhandel erhältlich.
„Doch die Nachfrage
blieb weiterhin groß. Somit haben
wir uns als Vorstand des
Oschatzer Geschichts- und Heimatvereins
entschieden, eine
zweite Auflage des sogenannten
Kneipenbuches mit kleinen
Aktualisierungen herauszugeben“,
informiert die Vereinsvorsitzende
Dana Bach und lädt alle
Interessenten zur öffentlichen
Buchpräsentation am 26. Februar
im Thomas-Müntzer-Haus
ein. Diese beginnt um 19 Uhr,
der Eintritt ist frei.
Nachdem die erste Auflage schnell
vergriffen war, entschloss sich der
Oschatzer Geschichts- und Heimatverein,
nun eine zweite, überarbeitete
Auflage des Oschatzer Kneipenbesuchs herauszugeben.