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Tag des offenen Denkmals am 11. September 2011

Anlässlich des 800-jährigen Jubiläums des Wüsten Schlosses Osterland wurden neue Informationstafeln vom Oschatzer Geschichts- und Heimatverein e.V. und der Stadt Oschatz unter der fachlichen Federführung von Dipl. phil. Reinhard Spehr, Dresden und mit Unterstützung der Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz sowie der Firma Arnold-Druck Oschatz aufgestellt.

 

800 Jahre Wüstes Schloss

Anlässlich des 800-jährigen Jubiläums des „Wüsten Schlosses Osterland“ bei Oschatz veröffentlichte der Geschichts- und Heimatverein Oschatz e.V. am 14. April 2011 diese Postkarte. Die Ansicht des Schlosses mit dem Vorwerk Pappenheim im Hintergrund wurde von Julius Möckel gezeichnet, von F.A. Renner und I.H. Ketzschau in Dresden lithographiert und in der Sächsischen Kirchengalerie 1840 erstmalig gezeigt.

Herausgeber: Geschichts- und Heimatverein Oschatz e.V.
Auflage: Limitierte Sonderedition
Druck: Druckerei Dober, Mügeln,
www.doberdruck.de

Die Karte ist zum Preis von EUR 0,50 bei der Oschatz Information und im Stadt- und Waagenmuseum erhältlich.

 

Die Zukunft des Wüsten Schlosses

Das Wüste Schloss an der Wermsdorfer Straße soll aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden. Auf unsere Iniative trafen sich Sachsens oberste Denkmalschützer an der mittelalterlichen Ruine. Fazit: Mit vereinter Kraft soll die ehemalige Ritterburg wieder in das öffentliche Interesse gerückt werden. Die Denkmalschützer wollen das imposante Wasserbecken aus grünem Porphyr, das Anfang der 90er Jahre freigelegt wurde, wieder ausgraben und für die Öffentlichkeit sichtbar machen.


Als der Archäologe Reinhard Spehr Anfang der 90er Jahre ein kunstvolles Wasserbecken inmitten der Ruinen ausgrub, war das Erstaunen der Fachwelt groß. Speht geht davon aus, dass Markgraf Dietrich von Meißen das Schloss um 1212 als Jagdhaus für die ritterliche Tafelrunde gebaut hat.
"Das ist einfach Traumschön", schwärmt die sächsische Landesarchäologin Dr. Judith Oexle. Doch das Wüste Schloss ist mehr als eine romantische Kulisse, "Diese monumentale Schlossanlage gehört zu den ältesten Steinbauten Sachsens" erläuterte Dr. Wolfgang Ender vom Landesamt für Archäologie. Dementsprechend schlecht erhalten sieht das Schloss auch aus, wie Dr. Steffen Delang vom Sächsischen Landesamt für Denkmalschutz einschätzte: "Der fortschreitende Verfall der Ruinensubstanz macht mir Sorgen. Vielleicht kann das Wüste Schloss in die Landesgartenschau einbezogen werden." Ein Ansinnen, das wir seit über zwei Jahren verfolgen. Bisher leider ohne Erfolg. Jetzt wollen wir noch einmal mit Vertretern der Stadt über dieses Thema reden.
Auch wenn es nicht klappt, wollen wir nicht aufgeben. Noch in diesem Jahr will ds Landesamt für Archäologie eine Ausstellung über die Schloss-Geschichte in der Kreissparkasse Oschatz und Torgau zeigen. Landesarchäologin Oexle setzt noch eins drauf. "Wir werden versuchen, das Wasserbecken wieder frei zu legen." Eventuell könnte der mittelalterliche "Swimmingpool", in dem schon die Ritter der Tafelrunde badeten, in ein Glashaus eingepackt und so der Öffentlichkeit gezeigt werden. Wir sollten außerdem den Grundriss des Schlosses wieder mit einer Bepflanzung sichtbar machen."
Gabriele Teumer: Wir wollen unbedingt dafür etws tun, dass unser Wüstes Schloss erhalten wird."

Quelle: Oschatzer Allgemeine 16.04.2003
Uns interessiert auch Ihre Meinung zu diesem Thema. Schreiben Sie eine eMail an den Oschatzer Geschichts- und Heimatverein e.V. Auf Wunsch wird sie hier veröffentlicht.
Lesen Sie die Presseartikel vom 27.11.2003 zur Ausstellung im Sparkassen-Center in Oschatz.

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