Start

Neues

Über uns

Termine

Projekte

Literatur
   Mittelalterliche Stadtgeschichte
   Digitalisierte historische Geschichten
   Rechenbuch von G. Uhlrich
   Oschatzer Ansichten, 16.-19. Jhd.
   Oschatzer Schulgeschichte
   Zuckerfabrik Ochatz
   Oschatzer Bande
   1910: Idylle im Stadtpark ...
   Novemberrevolution 1918
   Schutzhaftlager Pappenheim
   Stalag IV G

Bildergalerie

Pressespiegel

Publikationen

Kontakt

Links




Oschatzer Ansichten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert

» Die Oschatzer Stadtviertel und Vorstädte «

PLAN DER OSCHATZER ALTSTADT
IM 18. JAHRHUNDERT


Neben der Wallanlage (Stadtmauer, Stadttore und Wachtürme) erkennt man die nahezu geometrische Anlage der Straßen und Gassen sowie die vier Stadtviertel. Nach den Angaben des Oschatzer Stadtchronisten Carl Samuel Hoffmann (1749 –1826) wurde in der Stadt zunächst nach Straßen, Gassen und Märkten, ab 1414 nach den vier Stadtvierteln und seit 1785 nach den Hausnummern unterschieden. Die Namensgebung der Vorstädte erfolgte geografisch nach den Stadtvierteln und Stadttoren.
Aus »Um Oschatz und Riesa«, Akademie-Verlag Berlin, 1977





 

ANSICHTEN AUS DEM ALTOSCHATZER STADTVIERTEL, 1849

auch Weberviertel und zum Teil »Egypten« genannt.
Neben der dominierenden Breiten Webergasse (heute Breite Straße) zeigt die Lithographie die Kleine Webergasse, die zeitweilig Fabrikstraße hieß und nach 1871 mit dem Bau des Lehrerseminars in Seminarstraße umbenannt wurde.
In der ersten Zeichnung erkennt man die Garküche (drittes Haus von rechts) und den Ausgang der Kleinen Webergasse in Richtung des künftigen Lehrerseminars (heute Thomas Mann Gymnasium). In den unteren Zeichnungen zweigt die Kleine Webergasse zum Neumarkt ab. Aus dem Souvenirblatt von 1849. Zeichnung und Lithographie von Friedrich August Wendler, Pirna
Quelle: © Stadt- und Waagenmuseum Oschatz







ZEICHNUNGEN AUS DEM BRÜDERVIERTEL, 1849

mit dem Amtsgericht in der Brüdergasse (erstes Bild, heute Brüderstraße),
der Sporerstraße, im 16. Jahrhundert auch Spohrgasse genannt (Bild 2, heute Sporerstraße),
der Stadtschule am Kirchplatz (Bild 3) und der Kirchgasse (Bild 4, heute Kirchplatz).
Aus dem Souvenirblatt von 1849 Zeichnung und Lithographie von Friedrich August Wendler, Pirna

Quelle: © Stadt- und Waagenmuseum Oschatz





ZEICHNUNGEN AUS DEM HOSPITALVIERTEL, 1849

mit der Hospitalgasse (Bild 1). der aus dem 15. Jahrhundertn bekannten Obermühle in der Hospitaldasse (Bild 2), die sich seit 1853 im Besitz der Familie Hering befindet und Lochmanns 1842 gegründeter Lohgerberei in der Quergasse (heute Am Mühlgraben 2 (Bild 3). Die Lohgerberei befand sich auf dem Grundstück der 1373 erstmals erwähnten und 1616 abgebrannten Mittelmühle. Die Zeichnungen belegen eindrucksvoll die Standortabhängigkeit des Müller- und Gerberhandwerks am Lauf des Mühlgrabens, der 1965 geschlossen wurde.
Aus dem Souvenirblatt von 1849. Zeichnung und Lithographie von Friedrich August Wendler, Pirna
Quelle: © Stadt- und Waagenmuseum Oschatz





IMPRESSIONEN AUS DEM STREHLAER VIERTEL, 1849

mit der Badergasse (Bild 1), der Döllnitzgasse - früher auch Entengasse genannt (heute An der Döllnitz), und der Strehlaer Gasse (Bild 3, heute Strehlaer Straße). Auf den unteren der Abbildung ist der Mühlgraben – auch als Döllnitzbach bekannt – die »Lebensader« des Strehlaer-, Hospital- und Altoschatzer Viertels, zu erkennen. Im Haus des Schlossers Andreas Umhof in der Döllnitzgasse brach am 4. Juli 1616 der erste große Stadtbrand aus, der nahezu die gesamte Stadt vernichtete.

Aus dem Souvenirblatt von 1849. Zeichnung und Lithographie von Friedrich August Wendler, Pirna
Quelle: © Stadt- und Waagenmuseum Oschatz

DIE ALTOSCHATZER VORSTADT UM 1880

Die Namensgebung der Vorstädte erfolgte analog der Oschatzer Stadtviertel und Stadttore. Bei Gründung der Stadt gehörten die Ländereien außerhalb der Stadtmauer nicht zur Stadt Oschatz. Die landwirtschaftliche Nutzung der Vorstadtgebiete zog den Bau verschiedener Vorwerke in allen Vorstädten nach sich. 1477 erhielt die Stadt die Gerichtsbarkeit über die Vorstädte und im Verlauf der Jahrhunderte gingen die Besitzungen in den Vorstädten an die Stadt Oschatz. Auf der Zeichnung erkennt man den heutigen Miltitz-Platz mit der einmündenden Promenade und der Straße nach Wermsdorf. Der Platz wurde nach dem ersten Regimentskommandeur (1867–1874) der Oschatzer Ulanen, Generalleutnant Bernhard von Miltitz, benannt.
Quelle: © Stadt- und Waagenmuseum Oschatz

DIE BRÜDERVORSTADT UM 1880

Die Brüdervorstadt wurde einst von zwei Windmühlen, dem Roten Vorwerk und dem alten Posthaus beherrscht.
Im 19. Jahrhundert bestimmten der »Sächsische Hof«, »Schuberts Fleischerei und Schankwirtschaft« und »Brodkorbs Restaurant« den Platz vor dem Brüdertor, der damals schon Leipziger Platz und später Prinz-Albert-Platz hieß. Auf dem Grundstück des 1879 abgebrannten Brodkorbschen Restaurants wurde 1880 das »Restaurant Albertschlösschen« gebaut, dass nach dem Umbau 1890 »Amtshof« und »Ballhaus Amtshof« genannt wurde. Seit 1962 diente das Haus der Oschatzer Jugend als Sporthalle. 2006 musste es abgebrochen werden
Quelle: © Stadt- und Waagenmuseum Oschatz

DIE HOSPITALVORSTADT UM 1880

Die Vorstadt ist nach dem im 13. Jahrhundert gestifteten St. Georgen-Hospital benannt. Das Georgen-Hospital, der Friedhof, die Friedhofskirche und ein Lazarett prägten zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert die Vorstadt. Seit dem 19. Jahrhundert waren die Schankwirtschaft »Tivoli«, die »Totenschänke«, die »Gastwirtschaft Thomas« – später »Dresdner Hof«, das »Schweizer Haus« und das König-Friedrich-August-Stift charakteristisch für das Stadtviertel. Die Lithographie zeigt die Straßen nach Dresden (links) und Naunhof (rechts), dazwischen die »Gastwirtschaft Thomas« und am linken Bildrand die »Totenschänke«. Mit der Neugestaltung der Straßengabelung durch den Oschatzer Verschönerungsverein erhielt der Platz 1897 den Namen »Douzy-Platz«, in Würdigung der tapferen Oschatzer Ulanen bei Douzy im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871.
Quelle: © Stadt- und Waagenmuseum Oschatz

DIE STREHLAER VORSTADT UM 1880

Auf dieser Zeichnung erkennt man Gebäude, in denen seit 1897 der Wollwarenfabrikant Ernst Franke (später EKO Oschatz) nach Um- und Neubauten den Stammsitz seiner Firma an der Dresdner Straße/Ecke Steinweg einrichtete. Die Entwicklung der Strehlaer Vorstadt ist außerdem eng mit dem aus dem Mittelalter stammenden Thalgut verbunden. Als »Zeitzeugen« mittelalterlichen Lebens in der Strehlaer Vorstadt finden sich gegenüber dem Thalgut noch heute die »Drei Steinkreuze«, die, erstmalig im 15. Jahrhundert erwähnt, Stätten der örtlichen Gerichtsbarkeit gewesen sein sollen.
Quelle: © Stadt- und Waagenmuseum Oschatz


weiter

Die Lage der Stadt Oschatz
Die Wallanlagen der Stadt
Die Reformation in Oschatz
Zwischen den Stadtbränden 1616 u. 1842 I
Zwischen den Stadtbränden 1616 u. 1842 II
Zwischen den Stadtbränden 1616 u. 1842 III
Der Stadtbrand am 7. September 1842
Ansichten nach dem Stadtbrand 1842 I
Ansichten nach dem Stadtbrand 1842 II
Ansichten nach dem Stadtbrand 1842 III
Die Oschatzer Stadtviertel und Vorstädte
Die Oschatzer Industrie und Landwirtschaft

nach oben
 


Impressum

Datenschutz